Das Umweltthema hat bekanntlich zwei Lager. Welchem Lager der Paddler angehören sollte und meistens auch angehört ist klar: Pro Umwelt. Die Firma PampasKajak, Schwedens größter Kanusportausstatter, nutzt die Umweltambitionen seiner Kunden für seine PR: Bei der Aktion “Rent a kayak - pay with garbage” bekommt der Paddler Rabatte für auf Touren gesammelten Müll. Ganz genau: Für zwei Säcke gesammelten Müll gibt es 50% auf die Ausleihgebühr eines der 100-Boote starken Flotte.
Das ist wie mit der Krombacherregenwaldaktion, da grummelt bei mir auch ständig der Magen, aber irgendwie bleibt am Ende Gewinn für Pampas, uns Kanuten und, was am wichtigsten ist, für uns Mütterken Natur. Ist doch schonmal was.
Für Freunde des gepflegten Musikgeschmacks und Kanusports ist folgende Empfehlung wie pures Gold: Orange But Green. Blauäugig wie alle anderen Kids müssen wohl auch Olli, Jörn und Kai kurz nach den ersten Erfahrung mit dem feindlichen Geschlecht zwischen Mashalltürmen und Ride-Becken in kahlen, unverputzen Räumen, die, ob man nun wollte oder nicht nach kurzer Zeit einen gewissen Eigengeruch entwickelten, gelandet sein. Was Orange But Green schon immer von den anderen unterschied war: Bevor sie das erste Mal ErnieBall Saiten auf die Gitarre zogen und mit Effektgeräten experimentierten, konnten sie bereits mit dem Kajak umgehen.
Aber: Die Jungs haben bis heute durchgehalten, sich brav den Whitewater Einfluss erhalten und haben nun Ihr erstes ernsthaft produziertes Album draußen: “BobFoc”. Wenn ich gefragt würde, ich würde es irgendwo zwischen den H-Bloxx und Donots enordnen und laut schreien: Kaufen! Aber mich fragt ja keiner von den Musikexperten. Dennoch: ANHÖREN, KAUFEN!
Es dürfte zumindest den Stammlesern nicht entgangen sein, dass, sobald es um Kajakfahren und Internet in einem Zusammenhang geht, Web2.0 sich zu meinem Lieblingsthema entwickelt hat. Da das hier eigentlich immer genau um diese Mischung geht, kommt es auch sehr oft vor, dass sich ein Artikel um Web2.0 dreht.
Dazu gehört auch das Phenomän des Social Networking. YouTube, MySpace haben es vorgemacht und mit den Netzathleten kam es auch erstaunlich schnell selbst zu uns, den Paddlerinnen und Paddlern. Eines dieser Netzwerke ist aber auch noch sehr interessant: Nämlich Xing. Xing ist so ein Netzwerk für diejenigen die etwas höher in der Nahrungskette stehen. Wie verblüffend wahr Statistiken doch sein können. Ich dachte da an die Erhebungen des DKV und der AGOF, in der die Kanuten meist mit sehr hoher Bildung, hohen beruflichen Positionen und sehr ordendlichen Gehältern beeindrucken und tatsächlich - die Gruppe “Outdoor” ist riesig bei Xing. Ich habe mich natürlich auch sofort eingetragen als “Unternehmensleitung von Kanubox.de” und siehe da, als ich der Gruppe beitrat, brauchte es nicht lang bis der Gruppenmoderator mir eine persönliche Einladung zum Sommer Outdoor Camp zusandte. Großartig. Ein wunderbarer Weg mit Kollegen, Partnern und auch Kunden Kontakt zu halten. Vernetzung ist halt alles.