Photocase ist ein wirklich tolles Projekt. Natürlich kann man einiges kritisieren. Die teilweise Laienhaftigkeit, die Sexualisierung und dennoch: Als Quelle sehr guter Fotos und Grafiken für Webprojekte und Blogs im Speziellen ist Photocase die ideale Datenbank, da - wer es noch nicht weiß - erworbene Fotos nahezu ohne weiteren formellen Aufwand Verwendung in allen möglichen Arten von Publikation finden dürfen - dass die Angebe der Herkunft, also der Photocase URL dabei neben der Nennung des Fotographen Nutzungsbedingung, versteht sich von selbst.
Gerade weil viele Kanuten sich die Fotographie zum ernstzunehmenden Hobby machen, findet man auf Photocase.de eine Reihe großartiger Fotos gerade bezüglich der von mir sehr geschätzten Suchbegriffe “kajak”, “kanu”, “canoe” etc., die auch an der ein oder anderen Stelle im Internetangebot der Wochenzeitung ’Die Zeit’ oder auf Kanubox.de ihren Platz gefunden haben.
Des Paddlers Abenteuer Zeuge ist stehts die Kamera. Doch was früher das Fotoalbum für Familie und Freunde war, ist heute das Web. Und das ist nicht nur für Familie und Freunde. Um genau zu sein für alle. Ein vernetztes Werk im Netzwerk gennant Web2.0 - denn gegenseitig integriert in Google Maps und durch Google Maps ist das interaktive online Fotoalbum perfekt um seine Fahrten zu dokumentieren. So wie bei Susi & Ralf (susi-ralf.de), vielen Dank für Eure tolle Website. Man meint, Ihr wart schon überall.
Es dürfte zumindest den Stammlesern nicht entgangen sein, dass, sobald es um Kajakfahren und Internet in einem Zusammenhang geht, Web2.0 sich zu meinem Lieblingsthema entwickelt hat. Da das hier eigentlich immer genau um diese Mischung geht, kommt es auch sehr oft vor, dass sich ein Artikel um Web2.0 dreht.
Dazu gehört auch das Phenomän des Social Networking. YouTube, MySpace haben es vorgemacht und mit den Netzathleten kam es auch erstaunlich schnell selbst zu uns, den Paddlerinnen und Paddlern. Eines dieser Netzwerke ist aber auch noch sehr interessant: Nämlich Xing. Xing ist so ein Netzwerk für diejenigen die etwas höher in der Nahrungskette stehen. Wie verblüffend wahr Statistiken doch sein können. Ich dachte da an die Erhebungen des DKV und der AGOF, in der die Kanuten meist mit sehr hoher Bildung, hohen beruflichen Positionen und sehr ordendlichen Gehältern beeindrucken und tatsächlich - die Gruppe “Outdoor” ist riesig bei Xing. Ich habe mich natürlich auch sofort eingetragen als “Unternehmensleitung von Kanubox.de” und siehe da, als ich der Gruppe beitrat, brauchte es nicht lang bis der Gruppenmoderator mir eine persönliche Einladung zum Sommer Outdoor Camp zusandte. Großartig. Ein wunderbarer Weg mit Kollegen, Partnern und auch Kunden Kontakt zu halten. Vernetzung ist halt alles.
Google hat die Welt im Griff. Wie die Welt am besten von Kanada nach Australien kommt, weiß Google auch: Mit dem Kajak. Das ist kein Scherz. Bei der Routenberechnung empfiehlt einem Google, nachdem man links auf den “Northlake Way” abgebogen ist, paddelt man 12724 km über den Pazifik und dann scharf rechts an der Macquarie Street in New South Wales, Australien. Ja warum eigentlich nicht? Ich bin bekennend seit jeher auf der Suche nach einer handfesten Geschäftsidee, von der ich leben kann und dank Google weiß ich jetzt, dass ich einfach nur am “Northlake Way” einen Kanuverleih eröffnen muss. Herrlich.
Soziale Netzwerke sind im Moment der Hype. Für Paddler ist netzathleten die beste Wahl, ist der Gründer dieser Unternehmung doch Stefan Pfannmöller. Europameister, Vizeweltmeister, dritter in Athen - »Pfanne« kennt sich aus. Dementsprechend viele Kanuten treiben sich dort auch herum. Der BWL-Student denkt aber wohl auch an seine Zukunft nach dem Sport, denn mit netzathleten surft Stefan auf der Web2.0 Welle. Uns Kanuten jedenfalls eröffnet das Netzwerk eine sehr gute Möglichkeit alte Kontakte zu Pflegen und neue aufzubauen. Kurz nachdem ich meinen Account eingerichtet hatte, hatte ich schon die ersten Einladungen zum “Sportsfreund” von alten Bekannten aus meiner Aktivzeit in meiner Inbox, die ich schon ewig nicht mehr getroffen habe.
Die Möglichkeit Teams zu eröffnen ist eine schöne Sache. So kann man beispielsweise die eigene Vereinszugehörigkeit auch virtuell kundtun. Ich habe natürlich als erste Aktion das Team Kanubox gegründet: Die drei bisherigen Teammitglieder heißen me, myself und I. Aber das macht nichts, denn es gibt ja den Einladungslink: Den kann man auf der eigenen Website (z.B. Vereinsseite) verwenden um auf sein netzathleten-Team (und auf netzathleten.de selbstverständlich) aufmerksam zu machen.
In dem Psychologieblog, den ich eher unregelmässig lese (brainlogs.de), habe ich einen Artikel über dieses ominöse Web2.0 gefunden, was in unseren Kanukreisen noch eher ein unbekanntes Fremdwort sein dürfte. Aber da es uns immer mehr betrifft - und wie ich finde auch sinnvoll für die Szene ist - denke ich, sollte das mal zum Beginn der KanuBlogs erläutert werden. Im Grunde ist das Web2.0 einfach eine erweiterte Nutzung des alten Internets. Soziale Netzwerke wie das »StudiVZ« oder das für uns eher interessante »Netzathleten« (Betrieben vom Slalomprofi Stefan Pfannmöller) sind Errungenschaften dieser neuen Nutzungsmöglichkeiten. In dem besagten Artikel habe ich ein sehr kreatives, kunstvolles Video gesehen, welches ich euch nicht vorenthalten möchte, auch wenn es wenig mit dem Sport zu tun hat.
Warum ich finde, dass Web2.0 sinnvoll für die Kanuszene ist?
Nun als ich damals als Kindertrainer eine Plattform ins Netz stellte, um die Trainingszeiten, -resultate und -pläne und ein System zur Kommunikation im Internet verfügbar machte und den Eltern sagte, ich wolle darüber und per Email die Organisation vornehmen, schließlich seien Telefonketten im Internetzeitalter mehr als überholt, wollte niemand so recht was davon wissen.
»Als würde ich jeden Tag meine Emails checken.«
Aber mittlerweile ist das Netz auch in den Vereinsstrukturen nicht mehr wegzudenken. Das wird mit Web2.0 auch so sein. Die junge Generation wächst mit »YouTube« und »MySpace« auf und gerade wir, die wir so weit in der Welt herumkommen und Freunde in Vereinen wenigstens am anderen Ende von Deutschland haben, wenn nicht am anderen Ende der Welt, profitieren doch am meisten von einer sozialen Vernetzung im Sinne von Web2.0. Ganz zu schweigen von den tollen (Landschafts)Aufnahmen, die bei unserem Sport entstehen. Wie schade, fehlten unsere aufnahmen bei »Flickr«, fehlten unsere »Videos bei YouTube«.